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Moxa - Wärme-und Brenntherapie


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13.08.2011

Ein Artikel von Heilpraktiker Alexandra Scherer

Moxa  „Wärme-und Brenntherapie“

Die chinesische Bezeichnung für Akupunktur „Zhen Jiao“ bedeutet sinngemäss übersetzt: „Stechen und Brennen“. In der chinesischen TCM steht die Moxibustion gleichberechtigt neben der reinen Akupunktur. Man kann zwischen drei Stilrichtungen in der chinesischen Akupunktur unterscheiden:

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  • „Warme Schule“ hier kommt Moxa überwiegend zum Einsatz
  • „Kalte Schule“ hier wird ausschließlich die Nadel benutzt
  • „Synthese Schule“ es kommt zu einer Kombination beider Behandlungsmethoden.

Der Ausdruck Moxa kommt wahrscheinlich aus dem Japanischen.: Moje Kuosa (Mog(u)sa) „Haut brennen“. Es gibt aber auch andere Erklärungstheorien. Erstmals wurde über Moxa um 1677 schriftlich belegt. Der Autor war Hermann Buschof. Die Kenntnis über die Therapieform gelangte mit portugiesischen Seefahrern nach Europa. Die Moxatherapie ist auch unter anderen Begriffen bekannt:

  • Moxibustion
  • Thermopunktur
  • Jui Fa.

Vorgehen

Es werden kleine Mengen von getrockneten Kräutern angezündet und über diversen Akupunkturpunkten angezündet, den Akupunkturpunkten wird somit Wärme zugeführt. Daraus ergeben sich auch die Indikationen: allgemeine Yang-Mangelzuständ, .Kältekrankheiten, Windkrankheiten, etc. Zum Moxen wird in der Regel das getrocknete Beifußkraut Artemisia princeps oder Artemisisa vulgaris benutzt.

Man unterscheidet zwei Anwendungsarten

Die direkte Form, bei der der Therapeut den Moxa-Kegel anzündet und ihn direkt auf den Akupunkturpunkt legt.Das Kraut verglimmt langsam und gibt Wärme an den Akupunkturpunkt ab. Der Patient fühlt das sogenannte „De-Qi“-Gefühl, welches auch oft als Hitzeschmerz beschrieben wird. Bei der direkten Form kann es unter je nach Anwendungsdauer zu Brandblasen kommen, die auch eitern können. Manchmal bleiben Narben zurück. Diese Therapieform ist recht schmerzhaft und wird fast nur in Asien verwandt.

In Europa ist die indirekte Anwendungsform der Moxa-Therapie gebräuchlicher

Zwischen das glimmende Moxakügelchen und den Akupunkturpunkt kommt gleichsam als isolierendes Teil eine Scheibe Ingwer, Knoblauch Pfeffer, Salz, Heilerde, Salbe, Mehl oder Teig,.....

Wenn der Patient das Hitzegefühl verspürt, wird das glimmende Moxakügelchen auf der isolierenden Scheibe zum nächsten Punkt weiter geschoben. Weitere Anwendungsarten sind die „Spatzen-Pick- Methode“ und die Anwendung direkt über die Akupunkturnadel, das Nadel-Moxa. Beim Nadel-Moxa wird ein glimmender Moxa-Kegel auf die Metallnadel aufgebracht, und die Hitze wird dann über die Nadel in den Akupunkturpunkt geleitet. Bei der Spatzen-Pick Methode wird eine „Moxa-Zigarre“ angezündet, und das glimmende Teil ganz nahe an den Akupunkturpunkt geführt, bis der Behandelte das Hitzegefühl spürt. Dann wird der nächste Akupunkturpunkt genauso behandelt. Die Methode wird solange durchgeführt bis die behandelten Akupunkturpunkte eine deutliche Rötung zeigen.

Anwendungsorte

In der Regel wird in den Akupunktur Büchern angegeben welche Punkte sich für Wärmeanwendung eignen. Moxa kann neben den Akupunkturpunkten auch angewendet werden

  • auf einem Meridian
  • auf einem Areal
  • auf einer Region

CAVE: keine Behandlung an Schleimhäuten oder im Gesicht!

Dauer und Therapielänge: Jeder Akupunkturpunkt sollte während einer Sitzung 6 bis 8 mal erhitzt werden. Eine Therapiesitzung dauert in der Regel 20 – 30 Minuten. Die Therapie ist n der Regel auf insgesamt 8 Sitzungen angelegt. Wobei die ersten beiden Sitzungen in eintägigem Abstand erfolgen sollten dann in weiteren Abständen. Nach den 8 Sitzungen sollten alle 7 bis 10 Tage weitere einzelne Behandlungen durchgeführt werden, um die erreichten Behandlungsergebnisse zu erhalten. Bei Standard-Akupunktursitzungen, welche ausgeführt werden um das Energiegleichgewicht herzustellen, sind dazwischen häufige Moxasitzungen angeraten, um den Therapieerfolg zu verstärken.

Material

  • Moxawolle (fein, mittel, grob)
  • Moxastift
  • Moxazigarre(weich, mittel, hart, mit weiteren Beimischungen)
  • Moxa smokless(dünn, dick)
  • Moxahütchen /kegel
  • Moxa-Kugel (klein, mittel, groß)

Isolierungen

  • Ingwer
  • Salz
  • Knoblauch
  • Pfeffer
  • Aconit
  • Tofu
  • Mehl und Teig
  • Schwefel
  • Münzen
  • Salben
  • Wachs (Bienenwachs)
  • Heilerde
  • etc...

Hilfsmittel zur Moxatherapie

  • Moxabox (klein, groß)
  • Moxaofen
  • Moxabügeleisen
  • Moxahalter
  • Räucherpfeifen
  • Warme/Heiße Nadel
  • Feuerhütchen

Indikationen für Moxatherapie

Die Hauptindikationen für Moxatherapie sind besonders chornische Krankheiten:

  • chronische Bronchitis
  • Asthma bronchiale
  • Chronischer Durchfall
  • Melancholie und Depression
  • Colon nervosa, Colon itiratbile
  • Hypontonie
  • Erschöpfungssyndrom
  • Schwächezustände nach Erkrankungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Sexuelle Unlust, Impotenz
  • Frauenheilkunde
  • Ödeme
  • Erkrankungen der Knochen und Gelenke
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • Gesundheisvorbeugung
  • Schmerzbehandlung bei zum Beispiel:Migräne, Spannungskopfschmerz
  • bei Schmerzen im Bewegungsaparat: verspannte Nacken- oder Rückenmuskulatur, Hexenschuss

Innnerhalb der traditionellen chinesischen Medizin wird Moxa eingesetz bei

  • Windkrankheiten
  • Kältekrankheiten
  • Feuchtigkeitskrankheiten
  • Leere-Krankheiten
  • Blockaden des Chi
  • Yang-Mangelzustände

Kontraindikatonen

Moxa darf nicht eingesetzt werden bei:

  • Fieber
  • akuten infektiösen Erkrankungen
  • akuten Entzündungen
  • Blutungen, auch nicht während der Monatsblutung
  • Schwangerschaft
  • großer Unruhe und Schlaflosigkeit

In der TCM sind die Kontraindikationen

  • Hitzeerkrankungen
  • Yang Krankheiten

Weitere Informationen:
www.naturheilpraxis-scherer.de

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